EnSTransV - Neue Anzeigepflicht für Unternehmen ab 2017

Ab dem 01.06.2016 gilt die am 17.05.2016 beschlossene und am 04.05.2016 veröffentlichte "Energie- und Stromsteuer-Transparenzverordnung EnSTransV“.

Die EnSTransV betrifft alle Unternehmen, die energie- und/ oder stromsteuerrechtliche Steuerbegünstigungen beim Hauptzollamt beantragen, wie:

  • § 53a EnergieStG, § 53b EnergieStG (Steuerentlastung für KWK-Anlagen)
  • 9b StromStG § 54 EnergieStG (Steuerantlastung für prod. Gewebe) 
  • § 10 StromStG oder § 55 EnergieStG (Spitzenausgleich)

Pflichten der EnSTransV

Die Verordnung regelt dabei verschiedenste Pflichten:

  • Anzeigepflicht: Gilt für die Unternehmen, denen vorab eine Entlastung gewährt wurde, d.h. die Steuerentlastung wurde schon bei der Rechnungsstellung berücksichtigt.
  • Erklärungspflicht: Gilt für die Unternehmen, die eine Steuerrückerstattung der Stromsteuer oder Energiesteuer erhalten haben.

In verschiedensten Fällen gibt es auch eine Befreiung von der Anzeige- oder Erklärungspflicht. (siehe §6 EnsTransV)

Steuerbegünstigungen im Sinne der EnSTransV

Steuerbegünstigungen im Sinne dieser Verordnung sind:
1. die Steuerbefreiung nach § 28 Satz 1 Nummer 1 des Energiesteuergesetzes;
2. die Steuerermäßigungen nach:

a) § 3 des Energiesteuergesetzes,
b) § 3a des Energiesteuergesetzes,
c) § 9 Absatz 2 des Stromsteuergesetzes und
d) § 9 Absatz 3 des Stromsteuergesetzes;

3. die Steuerentlastungen nach

a) § 50 des Energiesteuergesetzes,
b) § 53a des Energiesteuergesetzes,
c) § 53b des Energiesteuergesetzes,
d) § 54 des Energiesteuergesetzes,
e) § 55 des Energiesteuergesetzes,
f) § 56 des Energiesteuergesetzes,
g) § 57 des Energiesteuergesetzes,
h) § 9b des Stromsteuergesetzes,
i) § 10 des Stromsteuergesetzes und
j) § 14a der Stromsteuer-Durchführungsverordnung.